12.09.2012 - DOKUMENTATION IN OPERATIONSBERICHTEN

 

 

Immer häufiger beanstanden die privaten Krankenversicherer zusätzliche Operationsleistungen im Hinblick auf das in der GOÄ verankerte Zielleistungsprinzip. Dieses legt fest, dass Einzelschritte, die zur Erbringung der in der GOÄ beschriebenen operativen Hauptleistung methodisch notwendig sind, nicht gesondert berechnet werden dürfen.    
Zusätzlich berechnungsfähig hingegen sind Leistungen dann, wenn sie aufgrund einer eigenständigen Indikation medizinisch notwendig sind.

Oftmals müssen eigentlich notwendige und auch erbrachte Leistungen gekürzt werden, weil deren Dokumentation im Operationsbericht fehlt oder unzureichend ist. Zusätzlich notwendige operative Maßnahmen sollten im OP-Bericht deutlich dokumentiert werden, ebenso wie die zugrundeliegenden Indikationen und Erschwernisse. Eine Argumentation der Versicherung gegenüber ist nur so schlüssig und die Wahrscheinlichkeit einer Nacherstattung steigt.

 

Bettina Röllnreiter, Manuela Böhner und Sabine Jöckel