Fragen als Mediziner zur Privatabrechnung, GOÄ, UV-GOÄ etc.

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen inkl. Antworten.
Für alle offenen sowie weiteren Fragen steht Ihnen Ihre Verrechnungsstelle natürlich auch gerne persönlich zur Verfügung.

Allgemein

Dafür gibt es viele Gründe, die wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch erläutern möchten. Nur schon mal soviel: Durch unsere jahrezehntelange Erfahrung in der Privathonorarabrechnung und den vielen hundert Gesprächen mit unseren Kunden kennen unsere Mitarbeiter nahezu alle gebührenrechtlichen Möglichkeiten, damit die Leistungen unserer Kunden vollständig und legal optimiert abgerechnet werden können.

Im Idealfall verursacht unsere Dienstleistung bei Ihnen keine Kosten, da wir durch unsere Produkte für Sie einen “Mehrwert” generieren möchten, durch den sich unsere Gebühr mehr als amortisiert.

Die Höhe unserer Gebühr hängt davon ab, welche unserer Produkte Sie in Anspruch nehmen möchten und welche Struktur Ihre Forderungen (durchschnittlicher Rechnungsbetrag, Anzahl der Rechnungen usw.) aufweisen. Die Gebühr wird also auf Sie maßgeschneidert und ist nie “Standard”, da auch Sie und unsere Service-Leistung mehr als Standard sind.

Nein. Sie entscheiden, welche Forderungen Sie über uns abrechnen möchten und welche Sie gerne weiterhin selbst in Rechnung stellen möchten (z.B. IGeL-Rechnungen, Rechnungen an Kollegen etc.).

Bitte prüfen Sie ob Sie parallel eine laufende Verbindung zu der KV via des KV-safeNets offen haben. Diese Verbindung stört den sonstigen Internetverkehr. Bitte beenden Sie die Verbindung zum KVNet und starten Sie das Online-Portal erneut.

(UV-)GOÄ und Co.

Voraussetzung für die Berechenbarkeit der Ziffer 6 ist, dass es sich um eine medizinisch erforderliche umfassende Untersuchung mit nach Umfang und Zeit besonderem differentialdiagnostischem Aufwand und/oder Beteiligung mehrere Organe handelt.

Der Untersuchungsaufwand muss deutlich über die Feststellung bei einer symptomzentrierten Untersuchung hinausgehen.

Der ausführliche Befundbericht zeichnet sich gegenüber dem einfachen Befundbericht durch die individuelle, auf den Patienten abgestellte epikritische Bewertung der Anamnese, der erhobenen Befunde und ggf. des Krankheitsverlaufs sowie der Therapie aus. Insoweit begründet allein ein großer Umfang des Befundberichts nicht etwa die Abrechnung der Nr. 75, wenn im wesentlichen – ggf. unter Verwendung standardisierter Textbausteine im Schreibautomaten – befundbezogene oder allgemein gehaltene Aussagen getroffen werden, eine individuelle Bewertung jedoch unterbleibt.
Der Ausschluss erfolgt aufgrund der Allgemeinen Bestimmungen des Abschnittes B Abs. 2., wonach Leistungen nach den Nummern 1 und/oder 5 neben Leistungen nach den Abschnitten C bis O im Behandlungsfall nur einmal berechnungsfähig sind. Allein oder nur in Kombination mit einer Untersuchung nach Ziffer 5 – 8 ist die Ziffer aber natürlich öfter berechnungsfähig.

Übrigens endet der Behandlungsfall nach einem “rechnerischen” Monat (Monat + 1 und Tag + 1), so dass die Ziffer 1 und/oder 5 dann wieder 1x neben Sonderleistungen nach den Abschnitten C bis O abgerechnet werden kann. Ein neuer Behandlungsfall liegt auch vor, wenn der Patient mit anderen Beschwerden (z. B. einmal mit Kopfschmerzen und ein anderes Mal mit Bauchschmerzen) in die Praxis kommt. Hier wäre es hilfreich, wenn die unterschiedlichen Diagnosen bereits bei der jeweiligen Beratungsziffer angegeben werden (z.B. Neuer Behandlungsfall: Migräne).

Ziffer 1 und/oder 5 kann 1x im Behandlungsfall (= 1 Monat) neben Leistungen aus den GOÄ-Abschnitten C-O (Ziff. 200 – 5866) abgerechnet werden.

Ziffer 1 und/oder 5 ohne weitere Leistungen oder nur in zulässigen Kombinationen mit Leistungen aus dem Abschnitt B kann so oft abgerechnet werden, wie die Leistungen medizinisch notwendig waren.

Der Nachschaubericht wird vom D-Arzt erstellt und abgerechnet wenn der Unfallverletzte zwischenzeitlich bei einem anderen Arzt in Behandlung war.
Die Ziffer 6 kann bis zu drei mal in einem Behandlungsfall (3 Monate) abgerechnet werden.