11.11.2009 - PRIVATKASSE DARF BEHANDLUNGSUNTERLAGEN EINSEHEN

 

 

Das Amtsgericht Düsseldorf billigte den privaten Krankenversicherungen ein umfangreiches Einsichtsrecht in die Behandlungsunterlagen von Patienten zur Überprüfung der Rechnung zu (Az: 27 C 17856/06).

Demnach müsse die Versicherung nur zahlen, wenn ihr alle Auskünfte vorliegen, die diese zur Überprüfung ihrer Leistungspflicht benötige. Hierzu gehöre auch die Herausgabe der Behandlungsunterlagen. Das Gericht sah eine umfassende Prüfung nur durch Einblick in die Behandlungsunterlagen als möglich an und erteilte damit der Argumentation des Arztes eine Absage, wonach die Versicherung ihn ja hätte Fragen stellen können.

Sollte dieses Urteil Schule machen, käme auf die Arztpraxen künftig eine Menge Mehrarbeit zu, wenn die PKV im „Überprüfungsinteresse“ standardisiert die Behandlungsunterlagen anfordert.

 

Joachim Zieher
Geschäftsführender Gesellschafter

Dr. Meindl u. Partner Verrechnungsstelle GmbH

Abrechnungsexperte