10.10.2007 - Ärztliche Praxis und Qualitätsmanagement

 

 

Aus der DZW Wirtschaft Woche entnehmen wir, dass der Gemeinsame Bundesausschuss die niedergelassenen Vertragsärzte und -zahnärzte verpflichtet, bis 2009 in Ihren Praxen ein Qualitätsmanagementsystem einzurichten.

Einer Studie zufolge haben sich mit dieser Thematik ca. 84 % der Ärzte bereits beschäftigt; die meisten Studienteilnehmer (67 %) haben noch keine konkreten Schritte für ein Qualitätsmanagement eingeleitet. Die Zertifizierung abgeschlossen (bzw. kurz davor stehend) haben nur rd. 20 % der Ärzte. Verschiedene Systeme eines Qualitätsmanagements haben auch unterschiedliche Kosten. Teurer sind z.B. DIN-ISO (5.600 Euro) und EFQM (2.800 Euro); günstig sind z.B. EPA (1.800 Euro) so wie QEP (850 Euro). Für alle Systeme ist der zeitliche Aufwand ähnlich hoch. Für ein bestimmtes Qualitätsmanagement-System haben sich der Studie zufolge rund 66 % noch nicht entschieden. Wie bei allen technischen oder organisatorischen Neuerungen gibt es auch hier frühe Einsteiger und begeisterte Qualitäts-management-Ärzte und eine doch relativ große Anzahl (rd. 25 %) steht der Idee des Qualitätsmanagements durchaus skeptisch gegenüber.

Quelle: DZW Wirtschaft Woche 22/07