20.12.2016 - Jobsharing wird attraktiver

 

 

„Es muss nicht immer ein MVZ sein“ oder : „(Einzel)-Praxen leben weiter“

Bereits im GKV-Versorgungsstärkungsgesetz wurde das Jobsharing attraktiver, insbesondere für mittlere und Kleinpraxen (meine Einschätzung) gestaltet, damit auch in Zukunft eine gut erreichbare medizinische Versorgung von Patienten gewährleistet werden kann.

Der Jobsharing-Partner darf gemäß diesem Gesetz und jetzt auch gemäß eines GBA-Beschlusses bis zum Fachgruppendurchschnitt seine Leistung erbringen.

Dies ist vor allen Dingen für diejenigen Praxen interessant, die GKV-Leistungen überdurchschnittlich weit unter dem Fallgruppendurchschnitt erbringen.

Die Einstellung eines Jobsharing-Partners gibt somit die Möglichkeit, bis zu diesem Niveau hin Leistungen zu erbringen und nicht wie früher nur 3 % des Fachgruppendurchschnitts.

Das kann in gewissen Situationen doch ein ganz großer Unterschied sein. Die Situation erhöht noch einmal die Wahrscheinlichkeit, im Zuge einer beabsichtigten oder anstehenden Praxisabgabe schon früher als nötig den prospektiven Übernehmer ins Jobsharing-Verhältnis zu nehmen.

Der automatische Übergang in einen Vollsitz nach 10 Jahren, so wie die Berücksichtigung nach 5 Jahren, bleibt wie bisher bestehen.

 

Dr. rer. pol. Rudolph Meindl
Diplomkaufmann
Geschäftsführender Gesellschafter
Dr. Meindl u. Partner Verrechnungsstelle GmbH
Seit über 49 Jahren im Dienste des Arztes