10.02.2007 - Einnahmen rauf, Kosten runter!

 

 

Im Fokus der aktuellen Gesetze steht für den Praxisbetreiber die Möglichkeit, Facharztsitze zu erwerben, fachgleiche und fachfremde Ärzte anzustellen und die Option, gleichzeitig als niedergelassener Arzt und als angestellter Arzt, z.B. im Krankenhaus, tätig zu sein. Der Gesetzgeber rückt von der Regelversorgung ab und öffnet Honorarvereinbarungen außerhalb der KV nach den §§ 63, 73 und 140 SGB V Tür und Tor.
Ein Hausarzt kann z.B. einen Facharztsitz erwerben, um durch einen angestellten Facharzt an den attraktiven Erlösen des Facharztbereiches zu partizipieren. Ein anderer niedergelassener Arzt kann in einer Region, in der verschiedene Artsitze in den kommenden Monaten und Jahren frei werden, alle diese Sitze erwerben und sie mit angestellten Ärzten in einer geeigneten Gesellschaft besetzen, um mit der Differenz zwischen Abrechnung und Gehalt zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Oder eine Klinik kann einen niedergelassenen Facharzt gleichzeitig als Chefarzt beschäftigen, und ihre Gewinnsituation durch eine geringere Chefarztvergütung und eine bessere Einweiserbindung verbessern.

Aus Veröffentlichungen der KBV wissen wir, dass weniger als die Hälfte aller Ärzte in MVZs freiberuflich arbeiten. Die Mehrheit ist froh, angestellt zu sein und Weihnachtsgeld zu erhalten: Tendenz steigend.

Der Goodwill für einen Praxissitz sinkt aus allgemeiner Verunsicherung, speziell auch, weil die Bedarfszulassung ab dem 1.7.2011 wegfallen könnte.
Wer als niedergelassener Arzt die Kosten für Praxismiete in einem Arztleben addiert hat, der hat eine große Summe ausgemacht. Für nur marginal mehr hätte er auch Eigentümer der Fläche sein können. Die Vermietung der Fläche an einen potenziellen Nachfolger wäre eine gute Aufbesserung für die eigene Altersrente.

Viele Arztpraxen befinden sich in Räumlichkeiten, die veraltet und für eine patientenorientierte ärztliche Behandlung nicht geeignet sind, und Patienten halten heute „ihrem“ Arzt weniger die Treue als früher.
Ihren Markt als Mediziner sichern Sie durch die Nutzung der gesetzlichen Kooperationschancen in einem patientenorientierten Raumkonzept, z. B. in einem Gesundheitszentrum.
Schlechte Zeiten sind gute Zeiten für denjenigen, der etwas unternimmt! Wir informieren Sie gern, wie sich Kooperationen, speziell auch unter einem Dach, rechnen.

 

Ubald Hullin
apokom GmbH Süd

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