15.08.2013 - Sicherstellungsassistent: Die Auswahl machts!

 

 

Die Vertretung bei längerer Abwesenheit eines Arztes ist erst im vergangenen Jahr liberalisiert worden: Wer ein politisches Amt annimmt, das ihn ausfüllt, wer für einige Zeit in Elternzeit gehen oder werden der Kinder oder der Pflege naher Angehöriger kürzer treten will, kann einen Sicherstellungs- oder Entlastungsassistenten einstellen. Bei der Beschäftigung von Sicherstellungsassistenten ist allerdings einiges zu beachten – vor allem bei der Abrechnung und bei den Leistungen, die in der Praxis angeboten werden. Wer hier nicht aufpasst, dem droht Ärger mit der KV.

Arztnummer: Bei der KV-Abrechnung gilt auch mit dem Assistenten die alte Praxisabrechnungsnummer. Allerdings sollten die Leistungen, die der Sicherstellungsassistent erbringt, mit dessen lebenslanger Arztnummer (LANR) gekennzeichnet sein. Das heißt für den Praxisbetrieb, dass im IT-System auch ein Zugang für den neuen Arzt angelegt werden muss, der mit dessen LANR verknüpft ist.

Zusatzqulifikation: Hat ein Arzt, der sich vertreten lässt, Zusatzqualifikationen, die der Sicherstellungsassistent nicht hat, dann darf der diese Leistungen in der Vertretungszeit auch nicht berechnen. Um möglichst wenig Umsatz zu verlieren, braucht der Arzt daher einen Assistenten, der über ähnliche Zusatzqualifikationen verfügt.

Quelle: Deutsche Bank medNachrichten / Ausgabe 1/2013