30.09.2010 - KONTINUIERLICHE BLUTZUCKERMESSUNG

 

 

Der Ausschuss Gebührenordnung der Bundesärztekammer hat mit Beschluss vom 27.04.2010 eine Empfehlung für die Berechnung der kontinuierlichen Blutzuckermessung abgegeben. Für diese spezialdiagnostische Methode im Rahmen der Diabetesdiagnostik und –therapie sieht die Bundesärztekammer den Analogansatz der Tarif-Nr. 659 (Elektrokardiographische Untersuchung über mindestens 18 Stunden [Langzeit-EKG]) als sachgerecht an.

Der Analogabgriff erfolgt auf der Grundlage des § 6 Abs. 2 GOÄ, nachdem diese Leistung bislang nicht in der GOÄ enthalten ist. In der Rechnung ist die Leistungslegende um den Zusatz „analog kontinuierliche Blutzuckermessung über mindestens 18 Stunden, mit Auswertung“ zu ergänzen. Für die bessere Handhabung in Ihrer Abrechnungssoftware, können Sie hierfür auch eine „neue“ Ziffer A659 mit entsprechendem Legendentext anlegen. Bitte beachten Sie, dass die Analog-Ziffer 659 die Punktzahl (Bewertung) und den Gebührenrahmen der originären Ziffer „erbt“, d.h. auch die A659 darf nur bis zum 1,8fachen Satz (mit Begründung bis Faktor 2,5) gesteigert werden. Die je nach Messsystem etwaig verbrauchten Einmal-/Nadelelektroden können als Auslage gemäß § 10 GOÄ zusätzlich in Rechnung gestellt werden.

 

Joachim Zieher
Geschäftsführender Gesellschafter

Dr. Meindl u. Partner Verrechnungsstelle GmbH

Abrechnungsexperte

Seit 1996 im Dienste des Arztes