11.11.2009 - NACH PRAXISABGABE PLÖTZLICH WIEDER SELBST KASSENPATIENT?

 

 

Gesetzlich oder privat krankenversichert? Für viele Ärzte stellt sich diese Frage zum Zeitpunkt der Praxisabgabe erneut.

Als niedergelassener Arzt sind Sie seit vielen Jahren privat krankenversichert und wollen dies auch bleiben? Bei einer Weiterbeschäftigung als angestellter Arzt nach der Praxisabgabe oder in der Übergangsphase werden Sie jedoch automatisch wieder mit dem Thema Versicherungspflicht in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) konfrontiert.

Sobald Sie ein Anstellungsverhältnis eingehen, sind Sie grundsätzlich versicherungspflichtig in der GKV.

Gut zu wissen: es gibt eine Altersgrenze! Wenn Sie zum Zeitpunkt der Anstellung bereits 55 Jahre oder älter sind und innerhalb der letzten 5 Jahre privat krankenversichert waren, können bzw. müssen Sie weiterhin privat versichert bleiben. In diesem Fall ist die Aufnahme in der GKV nicht mehr möglich.

Sofern Sie das 55. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, besteht keine andere Möglichkeit. Es muss ein Wechsel in die Gesetzliche Krankenversicherung erfolgen.

GKV- Pflichtige, deren Bruttogehalt aus der angestellten Tätigkeit die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG, 48.600 € in 2009) dauerhaft überschreitet, können nach drei Jahren die Befreiung von der GKV-Pflicht und somit den Wechsel zurück in die Private Krankenversicherung beantragen.

Damit nach einer vorübergehenden GKV-Pflicht die Rückkehr in die Private Krankenversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung erfolgen kann, ist es sinnvoll beim privaten Versicherer eine so genannte „Anwartschaft“ zu vereinbaren. Lassen Sie sich hierzu rechtzeitig von Ihrem Versicherer bzw. von Ihrem Betreuer ausführlich beraten.

Ihr Ansprechpartner bei M&C Assekuranzmakler zu diesem Thema:

 

Elke Geier
(Versicherungskauffrau)

Telefon: 0911 234209-32

Email: elke.geier@muc-ag.de