30.08.2009 - DER ARZT ALS CEO?

 

 

Wer heute als Arzt erfolgreich in einer eigenen Praxis oder in einem MVZ tätig sein möchte, dem kommt eine Veranlagung zum Multitasking gerade recht. Denn: dass sich ein Mediziner mit Krankheiten auskennt, wird stillschweigend vorausgesetzt. Doch wer behält in den zunehmend größeren und komplexeren Einrichtungen das Kostenmanagement, die Personalführung und das Qualitätsmanagement im Auge?

Praxen und MVZs sind spätestens seit Einführung der Fallpauschalen zu echten Unternehmen geworden, die sich im Markt behaupten müssen. Betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind somit nicht nur ein „Nice-to-have“, sondern ein Schlüsselfaktor, um die Zukunft der Einrichtungen nachhaltig abzusichern. Nur in den seltensten Fällen wird man es sich leisten können, einen eigenen Geschäftsführer zu bestellen, der das „Unternehmen Praxis“ ökonomisch auf die Erfolgsspur führt. Doch im Medizinstudium ist die betriebswirtschaftliche Seite allenfalls ein Randthema. Was also tun?

 

Unrealistisch ist, noch ein vollwertiges BWL-Studium auf die Primärausbildung draufzusatteln - zudem geht diese Fülle an theoretischem Wissen wiederum an den Alltagsbedürfnissen vorbei.

Praxisnah, fundiert und kompakt – unter diesem Motto sind in den vergangenen Jahren daher mehrere Angebote von Kliniken und Universitäten entstanden, die genau das Maß an BWL-Kenntnissen vermitteln, die tatsächlich im Gesundheitswesen benötigt werden. Der Lehrstuhl für Gesundheitsmanagement der Universität Erlangen-Nürnberg hat in Kooperation mit dem Erwachsenenbildungsanbieter cekib / Klinikum Nürnberg einen berufsbegleitenden Fernstudiengang konzipiert, der im Herbst 2009 zum mittlerweile dritten Mal an den Start geht. Prof. Dr. Oliver Schöffski, Lehrstuhlinhaber und wissenschaftlicher Leiter des Fernstudiengangs, ist besonders stolz darauf, keinen Allerwelts-MBA anzubieten, sondern mit dem “Master of Health Business Administration“ (MHBA) einen universitären Titel zu verleihen, der konkret auf die Anforderungen der Branche gemünzt ist. Neben den betriebswirtschaftlichen Grundlagen werden in dem Studiengang auch sehr ausführlich alle Institutionen des Gesundheitswesens behandelt, weshalb der MHBA nicht nur für Ärzte, sondern für alle Berufsgruppen, die im Gesundheitswesen agieren, interessant ist (z.B. Consultants, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Pharma- und medizintechnische Industrie, Selbstverwaltung).

Der viersemestrige Fernstudiengang umfasst 60 Lehrbriefe, die berufsbegleitend von den Teilnehmenden erarbeitet werden, pro Semester sind lediglich drei Präsenztage in Nürnberg zu absolvieren. Mit einer Kursgebühr von 5.400,- Euro zählt das Angebot obendrein zu den mit Abstand attraktivsten im Markt. Ausführliche Informationen unter www.mhba.de

 

Prof. Dr. Oliver Schöffski, MPH,
Lehrstuhl für Gesundheitsmanagement der Universität Erlangen-Nürnberg Studiengangsleiter des berufsbegleitenden
Fernstudiengangs Master of Health Business
Administration (MHBA)