25.01.2009 - PKV-KOMMENTAR ZUR SCHULTERCHIRURGIE

 

 

Die moderne, arthroskopische Schulterchirurgie ist in der GOÄ nicht oder nur sehr unzureichend abgebildet. Dies führt immer wieder zu umfangreichen Diskussionen mit den privaten Krankenversicherungen hinsichtlich Zielleistungsprinzip und der Korrektheit in Ansatz gebrachter Analog-Ziffern.

In diese Dauer-Diskussion hat die PKV nun eine neue Runde eingeläutet. Auf 20 Seiten gibt die PKV ihre gebührenrechtliche Sichtweise zur Abrechnung schulterchirurgischer Leistungen ab. Dabei bleibt sie dem bekannten Muster der "Komplex-Ziffern" treu und führt seitenweise aus, welche Tarif-Nummern nicht zusätzlich neben der von ihr vorgeschlagenen Komplex-Ziffer berechnet werden können, da diese unter der Komplexziffer bereits subsumiert wären.

Wer den Diskussionen mit den Versicherungen aus dem Weg gehen möchte, kann sich künftig an die Abrechnungsvorgabe des PKV-Kommentars halten. Dies allerdings nur unter Inkaufnahme erheblicher Einbußen im ärztlichen Honorar!

Unverständlich bleibt, weshalb die PKV nicht versucht eine mit den Ärzten konsentierte "Lösung" dieses schwelenden Dauerkonflikts zu erreichen.

Sicher jedenfalls ist, dass die medizinischen und gebührenrechtlichen Aussagen der PKV zur Abrechnung schulterchirurgischer Leistungen einer eingehenden Prüfung bedürfen und unserer Meinung nach erheblichen Korrekturbedarf haben (siehe auch Beitrag BGH-Urteil zum Zielleistungsprinzip).

Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne den PKV-Kommentar in voller Länge zur Verfügung.

 

Joachim Zieher
Geschäftsführender Gesellschafter

Dr. Meindl u. Partner Verrechnungsstelle GmbH

Abrechnungsexperte