25.01.2009 - HAUT-SCREENING FÜR PRIVAT-UND IGEL-PATIENTEN

 

 

Seit dem 01.07.2008 ist das Haut-Screening eine Kassenleistung. Nachdem diese zusätzliche GKV-Prävention stark in der allgemeinen Presse publiziert wurde, werden sicherlich auch Privatpatienten bei den Ärzten diese Vorsorgeleistung verstärkt nachfragen.

Aber auch als IGeL-Leistung bleibt das Haut-Screening erhalten, da GKV-Patienten das Screening erst ab dem 35. Lebensjahr und nur alle 2 Jahre von der Kasse bezahlt bekommen. Patienten vor dem 35. Lebensjahr und solche, für die ein jährlicher Check wichtig ist, können wie bisher diese sinnvolle Präventionsleistung im Rahmen einer IGeL-Vereinbarung in Anspruch nehmen.

Das Haut-Screening für Privatpatienten/IGeL ist gemäß GOÄ wie folgt abzurechnen:

 

Tarif-Nummer

1,0fach

2,3/1,8fach

3,5/2,5fach

1 - Beratung

(steigern, wenn mehr als 5-minütiges Beratungsgespräch)

4,66 €

10,73 €

16,32 €

7 - Untersuchung Hautorgan

(steigern, wenn Risiko-Befunde vorliegen oder durch z. B. Tätowierungen die Untersuchung aufwändiger ist als üblich)

9,33 €

21,45 €

32,64 €

750 - Dermatoskopie

(steigern, wenn viele Hautveränderungen (z.B. Muttermale) untersucht werden müssen)

6,99 €

16,09 €

24,48 €

alternativ (statt 750)

bei Videodokumentation und digitaler Bearbeitung bzw. Auswertung (z.B. Vergrößerung oder Vermessung)

A612 - Videosystem-gestützte Untersuchung von Muttermalen (setzt spezielles Untersuchungsgerät und Software voraus, daher meist nur von Hautärzten abrechenbar)

 

 

 

 

44,12 €

 

 

 

 

79,42 €

 

 

 

 

110,31 €

 

Die Abrechnung über die "Kunst-Ziffer" A29 (Gesundheitsuntersuchung, analog Haut-Screening) anstelle der Ziffern 1, 7 und 750  bietet zwar einen finanziellen Vorteil, lässt aber die Möglichkeit von Reklamationen seitens der Kostenträger zu.

 

Joachim Zieher
Geschäftsführender Gesellschafter

Dr. Meindl u. Partner Verrechnungsstelle GmbH

Abrechnungsexperte