25.01.2008 - Steuertipp - Praxisteilgemeinschaft

 

 

Vorsicht bei Gewinnverteilungsregelung! Überweisungen vom Praxispartner dürfen keine Gewinnbeteiligung enthalten, da das berufsrechtliche Verbot der Zuweisung gegen Entgelt nicht umgangen werden darf.

Der Anteil der Gewinnverteilung muss sich nach dem Anteil der persönlich erbrachten Leistung richten. Etwa eine bloße Überweisung zum Röntgen ist nicht ausreichend. Laut interne Dienstanweisung der Oberfinanzdirektion Koblenz können auch die steuerlichen Hürden von Teilgemeinschaftspraxen genommen werden. Diese Praxen gelten grundsätzlich als steuerlich anzuerkennende Gesellschaften mit freiberuflichen Einkünften.

Nur, wenn die Teilgemeinschaftspraxis neben der ärztlichen Tätigkeit auch originär gewerbliche Tätigkeit erbringt, droht Gewerbesteuer. Dies lässt sich durch Ausgliederung der gewerblichen Tätigkeit auf eine getrennte, aber personen-identische zweite Gesellschaft vermeiden. Auch die gewerbliche Tätigkeit nur von einzelnen Ärzten und nicht von der Ärztegesellschaft führt zu einer Abfärbung. Gemäß OFD verursacht die Überlassung von Patienten und Gerätschaften im Rahmen der TGP keine Umsatzsteuer.

Quelle: Chirurgen Magazin 3/07