15.05.2014 - IGeL GEHÖREN DAZU!

 

 

Die Stimmen werden vermutlich nie verstummen, die Patienten ein ungutes Gefühl und den Ärzten ein schlechtes Gewissen bei der Inanspruchnahme bzw. Erbringung von IGeLLeistungen einreden wollen. Fakt bleibt jedoch, dass eine umfassende medizinische Versorgung der (GKV-)Patienten auf dem aktuellen Stand der medizinischen Forschung heute nur noch dadurch möglich ist, dass den Patienten auch Leistungen außerhalb des GKV-Leistungskatalogs angeboten werden können. Und diese werden gerne angenommen, was u. a. auch die KBV-Umfrage 05/2013 eindrucksvoll belegt (die Ergebnisse der Untersuchung sind repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland im Alter von 18 bis 79 Jahren):

  • jeder 5. befragte Patient gab an, bei seinem letzten Arztbesuch eine IGe-Leistung angeboten bekommen zu haben; diese wurden zu 77 % von Fachärzten offeriert
  • etwa jeder 6. Arztbesucher fragte eigenständig nach der privaten Leistung, wobei 63 % davon auf Facharztpraxen und rückläufige 35 % auf Allgemeinarztpraxen fallen – die patientenseitige Nachfrage ist laut der Umfrage stark vom aktiven Angebot der Praxen abhängig
  • 2/3 von diesen Patienten haben von dem Angebot Gebrauch gemacht
  • 9 von 10 Befragten waren mit der Bedenkzeit zufrieden


IGeL wird entgegen den nicht verstummen wollenden Stimmen von den meisten Patienten nicht als "problematisch" angesehen, sondern mittlerweile als gängiger Teil der Gesundheitsversorgung verstanden.

Folgerichtig wurde auf dem 72. Bayerischer Ärztetag die BÄK und die KBV aufgefordert, die Vertragsärzte bei der Entwicklung und Umsetzung von IGeL-Angeboten zu unterstützen und die Notwendigkeit der Selbstzahler-Medizin für eine umfassende Versorgung der Patienten auch ggü. Kostenträgern und der Politik zu vertreten.

Haben Sie Fragen zu IGeL-Angeboten und -Verträgen? Gerne stehen wir Ihnen mit unserem Know-how zur Verfügung.

 

Joachim Zieher
Geschäftsführender Gesellschafter

Dr. Meindl u. Partner Verrechnungsstelle GmbH

Abrechnungsexperte

Seit 1996 im Dienste des Arztes