15.05.2014 - Fachkräftemangel

 

 

Auswirkung und Vorbeugung

Noch vor einigen Jahren bezog sich der Fachkräftemangel allein auf höhere Positionen z.B. im Ingenieurwesen oder auf das IT-Beratungsumfeld. Doch längst fehlt das Fachpersonal in nahezu allen Branchen und Ebenen, so auch im Gesundheitswesen.

Eine Abwärtsspirale:
Bei Personalmangel muss die anfallende Mehrarbeit von den vorhandenen Angestellten geleistet werden, welche i. d. R. bereits zu 100 % ausgelastet sind: Überlastung, Erschöpfung und damit verbundener Frust steigen, die Motivation zu weiterer Leistungsbereitschaft und Unternehmensbindung werden geschwächt.

In der Folge leiden die Patienten unter dem spürbaren Stress, dem Zeitmangel und der reduzierten Dienstleistung.
Ein Chef, der solches erkennt, ermahnt verständlicherweise seine Angestellten, um das Leistungsniveau seiner Praxis zu halten, verstärkt jedoch damit mittelbis langfristig den Druck auf seine Mitarbeiter, welche dann im schlimmsten Fall kündigen oder sich abwerben lassen.

Die schnellste und einfachste Lösung ist die Einstellung neuer Mitarbeiter, so man das Glück hat, ad hoc geeignete, bezahlbare und "willige" Bewerber zu finden.

Nachhaltigere Lösungen liegen aber in einer wohldurchdachten und langfristig angelegten Personalpolitik, die den Mitarbeiter zu einer intensiven freiwilligen Leistungsbereitschaft und Identifikation mit der Firma motiviert.

Die wichtigsten Faktoren:
1) Gehalt: Verdienen die Angestellten in Relation zu ihrer Position angemessen und halten die Gehälter dem Vergleich mit Mitbewerbern Stand?

2) Mehrarbeit: Sind bereits Anreize zur Leistungssteigerung wie bezahlte Überstunden, Freizeitausgleich oder Bonusvereinbarungen geschaffen?

3) Attraktivität: Haben Mitarbeiter ein projektbezogenes Mitspracherecht, dürfen sie Verbesserungsvorschläge einbringen, welche honoriert und umgesetzt werden? Bestehen realistische Aufstiegschancen? = Unternehmensbindung!

Werden diese Faktoren und weitere wie Verantwortung/Herausforderung innerhalb von Aufgabengebieten, regelmäßig geführte Mitarbeitergespräche oder Work-Life-Balance gepflegt, bleibt der Fachkräftemangel aus oder zumindest überschaubar.

 

Karin Fabritius
Personalberaterin
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