10.06.2015 - Das VSG und die Freiberuflichkeit: Ein Angriff auf diese? - Ja!


 

Es wird kommen, weil BGM Gröhe – obwohl Gassen wohlgesonnen und CDU’ler – beratungsresistent ist (... und stur sein kann) und Lauterbach, getrieben von seiner tief verwurzelten, gelebten emotionalen Antipathie gegen den erfolgreichen niedergelassenen Arzt die Seile (nicht Fäden) zieht – sehr geschickt, im Hintergrund kaum auffallend, aber ideologisch fest verankert.

Diese Symbiose ist die stabilste aller (bisherigen) Plattformen* für den Angriff auf die Freiberuflichkeit (durch Auflösung der Sektorengrenzen und Nichtbeachtung, bis hin zur Ignoranz der Fachärzte...Lauterbach lässt grüßen), der sich im Ideologischen, Strategischen zusammenbraut; dynamisch entwickelt, und unter anderem sich insbesondere im VSG manifestiert.

Exemplarisch einige Beispiele aus dem VSG:

Termin Servicestelle
Ich bin gespannt, ob der konstruktive Vorschlag (weil die Servicestelle verhindernd) dies durch die eigenen Computersysteme in die Hand zu nehmen, akzeptiert wird. (… ich sage: nicht einmal erwogen wird.) Dessen ungeachtet: Fakt ist, die Wartezeiten in Deutschland sind im internationalen Vergleich sensationell kurz.

Praxisaufkauf
Soll = Muss (nur in besonderen Ausnahmefällen nicht) zum Verkehrswert ((Teil)-Enteignung)! (s. Artikel im nächsten Infobrief)

Optimale Aufwertung der MVZ’s
BAG’s aller Konstellationen überprüfen die Möglichkeiten einer Umwandlung in MVZ.

Kommunen werden MVZ’s gründen können
"Die können dies nicht" höre ich immer wieder. Aber wenn genügend – nicht selbst erwirtschaftetes – Geld (wie dies in der freiberuflichen Praxis der Fall sein muss), vorhanden ist – aus Ihrem Honorartopf? – dann geht das.
*Diese Plattform besteht keineswegs nur aus dem VSG, sondern auch durch:

- Verschärfung der Einhaltung der standesrechtlichen Bestimmungen beim frei niedergelassenen Arzt.

- Etablierung eines Qualitätssicherungsgesetzes (Großkonstrukte sind im Vorteil)

- Internetportale
Personen – ob Einzelperson oder BAG’s – verführen zu emotionaleren Bewertungen (positiv wie negativ), aber: was bleibt bei uns Menschen mehr im Gedächtnis? ... das Negative. (Egal von wem, oder aus welchem Grund Personen bzw. Ärzte degradiert werden sollen – Institutionen z.B. MVZ’s bleiben meistens verschonter).

Was kann/soll gegen die (diesmal nicht aufhaltbare) Entwicklung getan werden?

Mutige Solidarisierung aller Freiberuflerim Gesundheitswesen insbesondere aus ökonomischen Gründen durch:

Zusammenschlüsse

– überschaubar
– facharztorientiert (dadurch flexibel, kompetent und durchsetzungsfähig)
– die fachärztliche Struktur der Zukunft kennend, insbesondere in Bezug
auf die Verbindung der Grundversorger mit den spezialisierten Fachärzten
– in der Lage sein, gemeinsame Positionen abzustimmen

("Groß"-Verbände können/sollen sein, sind jedoch nicht in der Lage diese hier geschilderte elementare Voraussetzung zu erfüllen).

 

Dr. rer. pol. Rudolph Meindl
Diplom-Kaufmann

Geschäftsführender Gesellschafter

Dr. Meindl u. Partner Verrechnungsstelle GmbH

Seit über 48 Jahren im Dienste des Arztes