10.02.2006 - Kreditkosten optimieren durch aktives Zinsmanagement mit der Hypovereinsbank

 

 

Kreditzinsen sind in der Ertragsrechnung ein Kostenfaktor mit Gewicht, Zinssteigerungen gefährden Kalkulationen und Ertrag. Der Einsatz innovativer
Finanzinstrumente gibt Zinssicherheit und hilft oft noch sparen. Aktives Zinsmanagement ist heute unverzichtbar, Grund ist die gestiegene Zinsvolatilität:
Die Zinskurven schlagen stärker und in kürzeren Zeitabständen aus. Die Zyklen der Zinsentwicklung dauerten früher acht bis zehn Jahre, seit etwa 1999 haben sie sich auf drei bis vier Jahre verkürzt. Die Folge sind höhere Risiken, aber auch Chancen. Diese Situation verlangt die vorausschauende Planung des Finanzierungsbedarfs. Dann lassen sich Risiken durch nicht kalkulierte Zinssteigerungen ausschließen und Marktchancen zum Zinssparen nutzen.
Die für aktives Zinsmanagement notwendigen Instrumente sind heute am
Markt verfügbar, und zwar in Größenordnungen, die ihren Einsatz auch für den Arzt interessant machen. So wurde der starre Festkredit seit Mitte der 90er Jahre zunehmend von variablen Lösungen über den Eurokreditmarkt abgelöst das erlaubt flexible Reaktionen auf die Zinsentwicklung. Für die unverzichtbare Kalkulationssicherheit sorgen die in den letzten Jahren immer weiter entwickelten Finanzinnovationen wie Zins-Caps, Optionen oder Swaps. Ihre Nutzung kann die jährlichen Zinskosten um 0,5 bis 1 Prozent senken, das haben Untersuchungen in vielen Unternehmen gezeigt. Und Zinsen haben als Kostenfaktor von Gewicht Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit. Es gibt heute für viele Situationen Produkte zur Zinsoptimierung. Ein Beispiel:
CMS – senkt die Festzinsen

Constant Maturity Swap – kurz: CMS – ist eine Möglichkeit, die Zinsaufwendungen für langfristige Kredite zu senken. Dabei werden der Kredit selbst und seine Zinsbindung nicht angetastet. Zusätzliche Mittel für den CMS kommen nicht zum Einsatz. Die Spar-Idee basiert auf der Zinsdifferenz zwischen langfristigen und kürzerfristigen Darlehen. Solange die Differenz einen bestimmten Betrag übersteigt, profitiert das Unternehmen davon, unabhängig vom jeweiligen Zinsniveau. Abgerechnet und bezahlt wird jeweils am Schluss der festgelegten Zeitperiode.

Kaum mehr als einige Minuten täglich muss der Unternehmer übers Jahr gesehen in das Financial Risk Management investieren. Wenn die Zinsentwicklung sein Eingreifen verlangt, kommt noch etwas Zeitaufwand dazu. Außerdem gibt es alle sechs Monate eine Strategiesitzung mit LIB, der Liquiditäts- und Investmentberatung der HypoVereinsbank. Bei dieser Gelegenheit wird das gesamte Darlehensgeschehen analysiert, um Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen und ggf. den Kurs des Zinsmanagements nachzujustieren.

FAZIT
Durch die gestiegene Volatilität der Zinsmärkte hat aktives Zinsmanagement
an Bedeutung gewonnen. So lassen sich relevante Kosteneinsparungen und eine hohe Planungssicherheit für die Zinsaufwendungen mit begrenztem Aufwand an Zeit und Ressourcen realisieren.

 

Jürgen Pracht
HypoVereinsbank
Heilberufespezialist
Beratungsteam für Heilberufe