30.06.2007 - Workshopreihe der Dr. Meindl & Collegen AG

 

 

Rund 200 Teilnehmer folgten im März + Mai 2007 der Einladung von Dr. Meindl & Collegen AG zu Themen des Vertragsarztrechtsänderungsgesetzes (VÄndG), Gesundsheitsreform zum 01.04.2007.Wie schon in den Informationsreihen davor, hatten sich die Veranstalter auf die Fahne geschrieben, die aktuellsten gesundheitspolitischen Veränderungen darzustellen und deren Auswirkung auf die Zukunft zu interpretieren. Dazu haben Sie mit den Rechtsanwälten Preißler und Schade sowie aus der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns hochkarätige Referenten gewinnen können.
Die Geschäftsführung der Dr. Meindl & Collegen AG, Redel und Schönweiß moderierten die Veranstaltungen.

Reinhold Preißler – Einzelpraxis als Auslaufmodell
Reinhold Preißler, Kanzlei Preißler, Ohlmann und Partner, Fürth, sprach in seinem Vortrag vom Strukturwandel des Gesundheitswesens - als „dynamische Wirtschaftsbranche mit Innovationskraft und erheblicher ökonomischer Bedeutung für den Standort Deutschland.“ Mehr Wettbewerb der Leistungserbringer entsteht durch größere Vertragsfreiheit für Krankenkassen. In der perspektivischen Entwicklung sieht man die Einzelpraxis als Auslaufmodell. Der Bedarf an angestellten Ärzten in freien Praxen steigt dynamisch. Kompetenzen werden gebündelt. Überörtliche Kooperationen und Filialisierungen gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Franz Riedl – die KV stellt sich Wandel in der ambulanten Versorgung.
Franz Riedl, KVB, zuständig für Nordbayern im CoC Service und Beratung, referierte über die neuen Möglichkeiten in der ambulanten Versorgung, die sich aus dem VÄndG ergeben. Die KV wird dabei Kompetenzen zunehmend zentral bündeln, ohne die Beratung vor Ort zu vernachlässigen. Insgesamt wandelt sich die KV mehr von der reinen Verwaltung zu mehr Service und Beratung. Beratungsleistungen werden dabei nicht mehr ausschließlich kostenfrei erbracht.

Hans-Joachim Schade – Bedarfsplanung fällt 2011 ?
Hans-Joachim Schade, Kanzlei Broglie, Schade & Partner, Wiesbaden, sieht die Zukunft in der Kooperation. Nur wenn es gelingt, dass Ärzte lernen, arbeitsteilig zu denken, wird es gelingen, sich teuere Apparate leisten zu können und damit dem allgemein gesetzlichen Willen zu entsprechen.

Kompetenz der Praxen und des einzelnen Behandlers wächst durch Fokussierung.
Wem es nicht jetzt gelingt, fachgleiche, starke Strukturen aufzubauen, der wird unter die Räder kommen. Die hausärztliche Situation gewinnt an Bedeutung. Um sich auf die Herausforderungen durch das neue Vertragsarztrecht einzustellen, haben Ärzte nach Ansicht von Schade nicht allzu lange Zeit. "Niedergelassene haben nur drei, vier Jahre, um ihre Praxen zukunftssicher zu machen." Der Grund: Nach dem Entwurf für das GKV-Wettbewerbs­stärkungsgesetz soll das Bundesgesundheitsministerium dem Bundestag bis zum 30. Juni 2011 Bericht erstatten, ob im niedergelassenen Bereich auf Zulassungsbeschränkungen verzichtet wird. Bis 2011 könnten Ärzte sich also durch die Bildung größerer Einheiten auf das mögliche Ende der Bedarfsplanung einstellen, so Schade.

 

Josef Redel und Herbert Schönweiß
Bankfachwirte
Geschäftsführung der Dr. Meindl & Collegen AG
Ostendstraße 196 – 90482 Nürnberg
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