01.01.2012 - Zukunft braucht Herkunft

 

45 Jahre selbständig zu sein, 45 Jahre Dienstleistungen für den Arzt/die Ärztin erbringen zu können und zu dürfen ist erst einmal, was die gesundheitliche Voraussetzung an¬be¬trifft, Glück – das will ich auch nicht vergessen – und ich bin dankbar dafür, dass dies, so wie es ist, möglich ist.
Unternehmer sein kann man jedoch nur, wenn die unternehmerische Idee auf fruchtba¬ren Boden fällt und die, die es angeht, auch bereit sind, diese Idee zu erkennen, abzu¬wägen, ob sie für die eigenen Vorstellungen verwendbar ist und dann eine Entscheidung pro oder contra dieses eigenen Services zu fällen (etwas holprig).
Sehr stolz und dankbar bin ich, dass es meinen  Mitarbeitern und mir in diesen mehr als 4 Jahrzehnten gelungen ist, einen Service zu bieten, den der Arzt/die Ärztin braucht und den er/sie gerne angenommen hat. Ich habe immer versucht, nach bestem Wissen und auch Gewissen auf Basis meiner sehr handfesten kaufmännischen Aus¬bildung und auf Basis der gelebten kaufmännischen Familientradition, die von meinem Vater, einem wirklich ehrbaren Kaufmann, der nach den kaufmännischen Grundprinzipien der Ehrlich¬keit, Zuverlässigkeit, Dauerhaftigkeit lebte, die Ärzte zu beraten, wobei die hier ange¬sprochene Grundsatzphilo¬sophie eines Kaufmanns zur grundphilosophischen Ausrich¬tung der Verrechnungsstelle geworden ist und wir mit allen Mitarbeiterinnen und Mitar¬beitern im Kontext mit Joachim Zieher und Gabriele Popp dies auch leben.
Nicht die letzte Mark/den letzten Euro dem Arzt/der Ärztin zu sparen, war und ist mein grundsätzliches Bestreben, sondern den Arzt/die Ärztin vor großen Gaus im wirtschaft¬lichen Bereich zu bewahren. An dieser Stelle erlaube ich mir, unbescheiden zu sein, indem ich sage: Dies ist mir – sofern der Arzt/die Ärztin meinen Ratschlägen folgte – zu 100 % gelungen.
Mag sein, das der eine oder andere Arzt/Ärztin sagt – und dies wurde mir gegenüber auch immer etwas charmant vermittelt – „bei deinem Sicherheitsdenken kann es ja gar nicht anders sein, als dass Großrisiken nicht eingegangen werden, aber dadurch werden na¬türlich auch gewisse Chancen nicht genutzt.“ Das ist richtig, dazu stehe ich, aber meine Ausrichtung war stets die Sicherung der Existenz.
Bei der Gelegenheit möchte ich auf den von mir so gerne gelesenen und auch anlässlich der Veranstaltung zitierten Philosophen Seneca verweisen (dessen Aussage ich in den Anfängen meiner Beratungslaufbahn noch nicht kannte), indem er sagte: „Unvermögend zu sein ist wesentlich leichter ertragbar, als unvermögend zu werden“.
Ich liebe meinen Beruf, ich liebe die Herausforderung, ich liebe die Arbeit, ich liebe es, ein Unternehmer zu sein und wenn dann noch der Erfolg, der sich garantiert nicht aus¬schlie߬lich und nur im schnöden Mammon widerspiegelt, sondern sich in der intuitiven Akzeptanz unserer Kunden erleben lässt, sich einstellt, dann sage ich: Es waren schöne 45 Jahre. Möglich waren und sind sie nur, weil mir Sie Ihr Vertrauen beim Abschluss unter¬schiedlichster Verträge, Ihre Treue in zum Teil weit mehr als 30-jähriger Zusam¬menarbeit geschenkt haben und sich dabei eine für mich so wichtige Empfehlungskultur entwickelt hat.
Bitte mir zu dem jetzt hier diktierten auch noch meine einzelnen Aufzeichnungen, die ich für meine Rede vor dem 16. Mai 2012 gemacht habe, vorlegen, weil ich in dem Teil, der jetzt kommt, ein Dankeschön sagen möchte und da habe ich mir schon einige Gedanken dazu gemacht. So gesehen brauche ich nichts zu diktieren.
Wir alle in unserem Unternehmen freuen uns auf die Zukunft mit Ihnen.

 

Dr. rer. pol. Rudolph Meindl
Diplom-Kaufmann
Geschäftsführender Gesellschafter
Dr. Meindl u. Partner Verrechnungsstelle GmbH