20.02.2016 - GOÄneu - Wunsch und Wirklichkeit


 

Droht eine EBMisierung der GOÄ?

Unter dem Motto „GOÄ – Wunsch und Wirklichkeit“ konnte die Verrechnungsstelle auf einer Veranstaltung des Bayerischen Facharztverbandes (BFAV) in Neumarkt die ca. 60 Teilnehmer auf den am nächsten Tag zum Thema „GOÄneu“ stattfindenden außerordentlichen Ärztetag in Berlin einstimmen und die Anwesenden auf einige bereits bekannt gewordene geplante Neuerungen in einer neuen GOÄ kritisch hinweisen.
Das Exposé des Vortrags stellen wir Ihnen auf Wunsch gerne zur Verfügung.

Viele Stimmen äußerten im Anschluss an den Vortrag große Sorge, dass mit den neuen Regelungen die Freiberuflichkeit der Ärzte auf dem Spiel stünde und die ersten großen Schritte in Richtung EBMisierung der GOÄ getan würden.

Einige der Anwesenden wollten im Anschluss an die Veranstaltung selbst nach Berlin reisen, um vor der dort anstehenden Abstimmung, ob die Verhandlungen zwischen BÄK und PKVVerband fortgesetzt werden sollen, ihre Argumente und Warnhinweise vorzutragen.

Tatsächlich hat nun der außerordentliche Ärztetag zwar nach kontroverser Debatte aber mit großer Mehrheit dem Leitantrag des Vorstandes der Bundesärztekammer zugestimmt, der sich für eine Fortsetzung der laufenden Verhandlungen und der Inkraftsetzung einer auf diesem Weg verhandelten neuen GOÄ noch in dieser Legislaturperiode ausgesprochen hatte.

Die Weichen sind also gestellt. Ob das BMG unter Herrn CDUMinister Gröhe aber tatsächlich die Novelle durch Kabinett und Bundesrat bringen kann, bleibt nach den jüngsten SPD-Attacken gegen eine GOÄ-Reform indes fraglich.

In der Verrechnungsstelle laufen die Vorbereitungen auf eine neue GOÄ jedenfalls bereits auf Hochtouren. Schließlich erwarten unsere Mandanten zu Recht, dass ihre Verrechnungsstelle dafür sorgt, dass auch nach Einführung einer neuen GOÄ von Anfang an alles richtig und optimal abgerechnet wird.

 

Joachim Zieher
Geschäftsführender Gesellschafter
Dr. Meindl u. Partner Verrechnungsstelle GmbH
Abrechnungsexperte
Seit über 20 Jahren im Dienste des Arztes