21.11.2013 - SEPA – BALD IST ES SOWEIT!

 

SEPA gilt für alle, daher sollten Unternehmer und Praxisinhaber jetzt mit der Vorbereitung beginnen.

Der Countdown läuft: Zum 1. Feb. 2014 werden die nationalen Überweisungs- und Lastschriftverfahren eingestellt. Spätestens ab diesem Zeitpunkt gelten für bargeldlose Zahlungen neue rechtliche und technische Anforderungen. Viele Unternehmer und Praxisinhaber sind aber noch gar nicht vorbereitet.

"An SEPA kommt keiner vorbei", sagt Holger Scholz, Koordinator für Heilberufe bei der HypoVereinsbank in der Region Bayern Nord. "Daher sollte sich jeder darauf vorbereiten."
"Das betrifft uns nicht", glauben viele Firmen- und Finanzchefs vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen und auch Ärzte. Die Folge: Kurz vor Einführung von SEPA, dem Single Euro Payments Area, haben sich zahlreiche Firmen und Praxen mit den tiefgreifenden Umstellungen noch gar nichtauseinandergesetzt.

Worum geht es bei dem vereinheitlichten Zahlungsraum?
Um den europaweiten Zahlungsverkehr zu beschleunigen und zu erleichtern, sollen bargeldlose Zahlungen innerhalb der Teilnehmerländer standardisiert werden.

Änderungen kennen
SEPA ist die wohl weitreichendste Veränderung im europäischen Zahlungsverkehr seit Einführung des Euro. Die Umstellung kann je nach Unternehmensstruktur durchaus aufwendig und umfangreich sein. Die Finanzverantwortlichen und Praxisinhaber sollten daher ihre Unternehmen daraufhin prüfen, inwieweit die Anpassungen für sie relevant sind. So muss künftig der Gläubiger als Lastschriftempfänger den Einzug einer SEPA-Lastschrift hinsichtlich Fälligkeitsdatum und Betrag vorher ankündigen. Zudem ist es notwendig, Mandatsreferenz und Gläubiger-Identifikationsnummer mitzuteilen. Außerdem wird es beim Einreichen von Lastschriften Vorlauffristen geben. Bei der SEPA-Basislastschrift beträgt diese fünf Tage für Erst- und Einmalzahlungen, bei wiederkehrenden Lastschriften mindestens zwei Tage vor Fälligkeit.
Auch den technischen Aufwand sollten Unternehmer und Praxisinhaber nicht unterschätzen:
Der Austausch von Daten bei Zahlungen erfolgt nach den SEPABestimmungen nicht im einfachen DTA-Format, sondern nach dem komplexen ISO-20022-XML-Standard.

Handlungsempfehlungen
Starten Sie jetzt mit der Vorbereitung Ihrer Umstellung auf SEPA und prüfen Sie Ihre IT-Systeme auf SEPA-Tauglichkeit.
Ergänzen Sie Ihre Stammdaten um IBAN und BIC und stellen Sie Inlandsüberweisungen sukzessive auf SEPA um. Bei Nutzung von Lastschriften beantragen Sie jetzt Ihre Gläubiger-Identifikationsnummer, prüfen Sie Ihre Lastschriftprozesse auf notwendige Anpassungen und legen Sie eine Form der Mandatsverwaltung fest.

Was sich durch SEPA alles ändert:
Kontonummer, BLZ --> IBAN, BIC
Überweisung (Inland) --> SEPA-Überweisung (SCT)
DTA (Datenträgeraustausch) Einzugsermächtigungslastschrift- und Abbuchungsauftragsverfahren
--> SEPA-Basis- u. Firmenlastschriftverfahren
DTA (Datenträgeraustausch) --> SEPA XML

Verbraucher und Firmen können künftig Zahlungsinstrumente zu europaweit vergleichbaren Bedingungen nutzen. Bei Überweisungen, Lastschriften oder Kartenzahlungen gibt es dann keine Unterschiede mehr zwischen Inlands-Euro-Zahlungen oder in andere europäische Staaten.

Umfangreiche Informationen finden Sie auch unter: www.hvb.de/sepa
Kompetent und fit in SEPA mit dem HVB @Webinar: www.hvbwebinar.de
Die aktuelle "SEPA-Kundenbroschüre" und die "Technischen Spezifikationen und Formate" halten wir für Sie im Internet bereit.

Prüfen Sie Ihren Anpassungsbedarf mit unserer SEPACheckliste: www.hvb.de/sepa
Die HVB unterstützt Sie bei der Umstellung – bei weiteren Fragen stehen Ihnen unsere Heilberufe-Betreuer und eBanking-Spezialisten gerne zur Verfügung.

 

Holger Scholz
Koordinator für Heilberufe

Region Bayern Nord
HypoVereinsbank