10.03.2013 - NEUE BEDARFSPLANUNG DER KBV: ÄRZTEBERATUNG PRAXIS...

 

 

...VERMITTLUNG

KBV: Die neue Bedarfsplanungs-Richtlinie ist zum 01.01.2013 in Kraft getreten.

Kernpunkte:
1) Verhältniszahlen

- Die Basis bilden für schon beplante Fachrichtungen die bisherigen Verhältniszahlen
- Sie werden fortentwickelt durch einen Demografiefaktor
- teilweise erfolgt eine Individualisierung; z.B. wird bei Frauenärzten und Pädiatern nicht auf die Gesamtbevölkerung Bezug genommen, sondern auf die im Planungsbereich zu versorgenden  Frauen bzw. Kinder
- Für bisher nicht beplante Fachgruppen (z.B., NUK, Strahlenth., Neuroch. etc.) wird die Arztzahl 2010 als Planungsgrundlage verwendet

2) Planungsbereiche
a) Aufteilung in 1. hausärztliche Versorgung; 2.a) allgemeine fachärztliche Grundversorgung (z.B. Augen-, Frauenärzte, Chir., etc.); 2.b) spezialisierte fachärztliche Versorgung (Fachintern.,Anästh., Radiologen, KJP), 2.c) gesonderte fachärztliche Versorgung (z.B. NUK, Strahlentherapie., Neurochirurgie)

b) Raumordnung: die bisher starren kommunalpolitischen Versorgungsgrenzen werden aufgeweicht. Die KBV gibt den regionalen KVen die Flexibilität in die Hand, Planungsräume zu trennen oder zusammen zu legen. Also der tatsächlichen Situation, wie die Bevölkerung die ärztliche Versorgung nutzt, anzupassen.

Ferner können Planungsgruppen entsprechend der tatsächlichen Entwicklung angepasst werden (z.B. das zunehmende Ineinandergreifen der Planungsbereiche Orthopädie und Chirurgie). Die Umsetzung durch die Regional-KVen hat bis spätestens 01.07.2013 zu erfolgen.

Die Veränderungen der Vergangenheit lehren: jede solch tiefgreifende Veränderung bringt individuelle Chancen für einzelne mit sich.

Diese könnten sein:

- Verbesserte Abgabe- oder Kooperationschancen durch die Zusammenlegung von Kernstädten mit angrenzenden, mitversorgten Regionen. 
Dies kann für Hausärzte und besonders für die spezialisierte fachärztliche Versorgung gelten.         
- Entstehung von freien Planstellen ist insbesondere bei Frauen-, Kinder-, Hausärzten, sogar bei Chirurgen und Orthopäden denkbar. Ebenso könnten in der Radiologie einige freie Stellen entstehen. Dass bei den Fachinternisten bayernweit statt freien Stellen eine Überversorgung mit rund 700 Stellen vorliegt, kann auch dem Auseinanderdrifften von statistischer Theorie und tatsächlichem Versorgungsbedarf, resultierend u.a. aus der Trennung von haus- und fachärztlicher internistischer Versorgung aus 2004 geschuldet sein.

Ärzte, die sich zu diesen Themen angesprochen fühlen, insbesondere unternehmerisch ausgerichtete, sollten sich rechtzeitig vor dem 01.07.2013 bei der örtlichen KV, versierten Medizinrechtlern oder unternehmerisch ausgerichteten Beratern wie Dr. Meindl & Collegen informieren.

 

Herbert Schönweiß
Dr. Meindl & Collegen AG    
Ärzteberater/Praxisvermittler
Ostendstraße 196       
90482 Nürnberg 
www.muc-ag.de