10.03.2013 - "NEUES" PATIENTENRECHTEGESETZ

 

 

Zum 1. Januar gibt es in Deutschland ein neues Patientenrechtegesetz, das neben einigen Regelungen im Sozialgesetzbuch vor allem in den §§630 a-h des BGB verankert ist. Wirklich neu ist hieran nichts, weil nur die bereits ohnehin schon existierende Rechtsprechung nun in einen Gesetzestext gekleidet wurde.

Wie bei vielen Gesetzen, die im weitesten Sinne dem Verbraucherschutz, hier insbesondere dem Patienten dienen, ist auch dieses Gesetz ein Verwaltungsmonster, das den Arzt zu einer Tätigkeit am Schreibtisch verdammt. Bereits der Begriff "Patientenrechte" macht deutlich, dass hier die Rechte der Ärzte wenig Berücksichtigung finden.           
In wesentlichen Aspekten werden hier die Wörter Dokumentation und Papier groß geschrieben. Im Übrigen verfolgt man die Theorie, dass der Patient umso besser entscheiden könne, je mehr Informationen er hat. Wer die Psychologie von Entscheidungen kennt, der weiß, dass das nicht immer richtig ist.

Der steigende Verwaltungsaufwand und der Wunsch des Patienten, dass sich sein Arzt mehr Zeit für ihn nimmt, stehen damit in Konkurrenz zueinander. Vor diesem Hintergrund ist die Begrifflichkeit Patientenrechtegesetz verfehlt, besser wäre Patienten-Informations-Rechtegesetz gewesen.

Insbesondere aber für die operativen Fächer möchten auch wir darin übereinstimmen, dass Dokumentation essentiell ist; Sie erschweren damit eine Beweislastumkehr, schützen Ihr Honorar und damit letztlich sich selbst. Und häufig ist es nicht nur die Frage, ob Sie dokumentieren, sondern vor allem, wie Sie dokumentieren.             
Gerne beraten wir Sie, wie Sie hier Fehler vermeiden können.

 

Kay Obermüller
Dr. Meindl u. Partner Verrechnungsstelle GmbH
Tel. 0911 98478-241