12.09.2012 - PRAXISÜBERGABE UND GESELLSCHAFTERWECHSEL NOCH 2012 VORZIEHEN!

 

 

Praxisübergaben bei einer Einzelpraxis, Beitritte zur Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) und Gesellschafterwechsel innerhalb einer BAG sollten in das Jahr 2012 vorverlegt werden, jedenfalls in den Fällen, die ohnehin für 2013 oder Anfang 2014 geplant sind.Der Grund liegt in den neuen Regeln des Versorgungsstrukturgesetzes (VStG) zur Nachfolge, die am 01.01.2013 in Kraft treten.

Es gilt in Planungsbereichen, für die Zulassungsbeschränkungen angeordnet sind und in diesem Fall kann der Zulassungsausschuss einen Antrag auf Nachbesetzung ablehnen, wenn dies aus Versorgungsgründen nicht erforderlich ist (nicht bei Kindern, Ehegatten, Lebenspartnern bzw. bei einem Arzt, mit dem die Praxistätigkeit gemeinschaftlich ausgeübt wurde (auch als Angestellter)).

Interessant dabei ist die Vorgehensweise in Bezug auf die Abfindung:
Hat nämlich der Zulassungsausschuss den Antrag abgelehnt, so hat die KV dem Vertragsarzt (oder den berechtigten Erben mittels Verfügung) eine Entschädigung in Höhe des Verkehrswertes der Arztpraxis zu zahlen. Was die "Höhe des Verkehrswertes" anbetrifft, so verweisen wir auf die ausführlichen Ausführungen, die im Zusammenhang mit dem Prognos-Gutachten im Infobrief Sonderausgabe Juli 2011 nachzulesen sind.

Auf alle Fälle sollten alle Eventualitäten, die sich in den Jahren 2013 und 2014 auf eine Nachbesetzung oder Erweiterung ergeben könnten, noch im Jahre 2012 erörtert werden.

 

Dr. rer. pol. Rudolph Meindl
Diplom-Kaufmann
Geschäftsführender Gesellschafter
Dr. Meindl u. Partner Verrechnungsstelle GmbH