25.05.2011 - ERHÖHTE STEIGERUNGSFAKTOREN

 

 

Erhöhte Steigerungsfaktoren werden gerne mit allgemeinen Begründungen wie z. B. „erhöhter Zeitaufwand“, „abgedunkelter OP-Saal“ etc. begründet.

Dies genügt den allermeisten Krankenversicherungen um die gesteigerten Schwellenwerte zu erstatten. Bei der Postbeamtenkrankenkasse B und den Beihilfestellen werden solche Begründungen grundsätzlich nicht akzeptiert.

Gemäß Beihilfevorschriften kann eine Faktorsteigerung von der Beihilfe nur dann akzeptiert werden, wenn die Begründung den Charakter einer Ausnahme erkennen lässt. Erhöhte Schwierigkeiten bei der Anwendung einer besonderen Verfahrenstechnik oder andere Gegebenheiten, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Person des Patienten stehen, scheiden laut Beihilfe als Gründe für eine Schwellenwerterhöhung grundsätzlich aus.

Die Begründung sollte bei der Postbeamtenkrankenkasse B sich direkt auf den Patienten beziehen und nach dem Vorbild „schwierig weil...“ , „aufwändig weil...“ und ebenfalls einen Ausnahmecharakter darstellen.

Es ist davon auszugehen, dass hier versucht wird die Ärzte und Abrechnungsstellen zu erziehen auf Faktorerhöhungen zu verzichten. Ratsam ist daher bereits dies bei der Rechnungsstellung zu berücksichtigen oder dem Patienten auf einen Selbstbehalt vorzubereiten: Normal 0 21

 

Christa Engel
Dr. Meindl u. Partner
Verrechnungsstelle GmbH