20.02.2011 - GEZIELTER VERMÖGENSAUFBAU

 

 

Aktien einbeziehen – Risiken reduzieren

Viele Anleger, die gezielt ihr Vermögen aufbauen wollen, scheuen aktuell vor der zwar generell renditestarken, aber auch potenziell risikoreicheren Geldanlage in Aktien zurück. Dennoch: Aktien gehören ins Depot. Denn der oft zitierte Grundsatz, reine Rentendepots seien die sicherste Anlageform und die Beimischung von Aktien erhöhe automatisch das Gesamtrisiko, ist haltlos. So ist das Risiko einer Renten-/Aktienmischung im Verhältnis 80:20 geringer als das Risiko eines reinen Rentendepots – gleichzeitig erhöht sich die Renditeerwartung. Jedoch sind bei der Geldanlage in Aktien einige Grundregeln zu beachten.

So sollten Anleger prinzipiell frühzeitig mit dem Vermögensaufbau beginnen. Schwankungen können so im Zeitverlauf eher ausgeglichen werden. Gleiches erreicht man auch durch die Streuung der Geldanlage über verschiedene Anlageklassen. Dabei sollte der Aktienanteil in der Regel "100 abzüglich Lebensalter" nicht übersteigen. Das Risiko lässt sich darüber hinaus durch die Investition in Aktienfonds reduzieren, da hier das Geld automatisch über viele Einzelwerte gestreut wird. Dennoch steigt auch bei Aktienfonds das Risiko mit dem Spezialisierungsgrad des Aktienfonds – z.B. durch die Fokussierung auf eine Branche.

Wer zum Zwecke des Vermögensaufbaus in Fondssparpläne investiert, sollte regelmäßig eine gleichbleibende Summe einzahlen, um vom Cost Average Effect (Durchschnittskosteneffekt) zu profitieren. Durch den Erwerb von mehr Anteilen bei niedrigen Kursen bzw. weniger Anteilen bei höheren Kursen verfügt man mittel- bis langfristig über mehr Anteile im Depot als Anleger, die regelmäßig – aber zu unterschiedlichen Preisen – eine immer gleiche Anzahl an Anteilen erwerben.

Unabhängig von diesen Grundregeln gilt: Das Anlagekonzept muss die individuellen Vorgaben – im Sinne von Risikobereitschaft und Renditeerwartung – berücksichtigen. Aus diesem Grund sollten sich Anleger vor der Investition in Fonds und Aktien individuell und professionell beraten lassen. Hierbei ist es vorteilhaft, wenn die herangezogenen Banken einen Best-Advice-Ansatz verfolgen; also die Papiere und Fonds empfehlen, die am besten den individuellen Zielen entsprechen. Unabhängig davon, wer diese emittiert.

 

Jürgen Treuheit
Vermögens- und Anlageberater
Deutsche Apotheker- und Ärztebank Nürnberg

Tel. 0911 2721-108

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